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Am Montag den 20.05.2019 habe ich den ersten einer 3 teiligen Seminarserie „KommunalDigital.NRW“ besucht. Ein Unterstützungsangebot des Städte- und Gemeindebund NRW mit Informationen und Maßnahmen zur Digitalisierung der Kommunalverwaltung.

Themen dieses eintägigen Seminars in Düsseldorf war: Die hohe Dringlichkeit der Digitalisierung, gesetzliche Vorgaben, technische Komponenten sowie Praxisbeispiele aus der Modellregion Paderborn.

Zusammenfassend gab es inhaltlich nicht viel Neues aber folgende Kernaussagen kann ich zusammenfassen:

  • Der Zug der Digitalisierung ist bereits mit hoher Geschwindigkeit in Fahrt und dass in allen Lebensbereichen -> wir müssen aufspringen um ihn nicht zu verpassen!
  • Es Gibt keinen Masterplan oder Leitfaden für eine erfolgreiche „Digitalisierung“
  • Technik ist nicht das Problem – Die Herausforderung sind wir Menschen mit unseren gelernten Strukturen, Herangehensweisen und Denkmustern.
  • Bund und Länder haben Koordinations- und Abstimmungsprobleme und müssen die Ergebnisse aus den Modellregionen bzw. bereits gemachte Erfahrungen für „andere“ auffindbar und nutzbar machen.

Zur Agenda im Einzelnen:

Überblick der rechtlichen Rahmenbedingungen (Verpflichtungen)

durch Andreas Wohland, Städte- und Gemeindebund NRW, Beigeordneter

  • Gesetzliche Vorgaben vom LAND durch das E-Government-Gesetz NRW – Umsetzungszeitraum bis 2021
  • Gesetzliche Vorgaben vom BUND durch das Onlinezugangsgesetz / Portalverbund (Umsetzungszeitraum seit 2007)
  • Das Ergebnis einer Umfrage zum aktuellen Stand der Digitalisierung in Kommunen sagt:
    • 90% der Kommunen schätzen den Mehrwert der Digitalisierung als sehr hoch ein
    • aber nur 10% beurteilen den eigenen Status quo als gut ein

Wir haben dringenden Nachholbedarf. Es gibt noch zu viele Knackpunkte / Verbesserungsbedarf auf Landes- und Bundesebene wie beispielsweise:

  • Fehlender Wissens- bzw. Ergebnistransfer aus den Modellkommunen
    • Wer hat schon zu welchem Thema etwas gemacht und wie kann ich die Erkenntnisse „Best-Practice“ für unsere Kommune nutzen?
  • Fehlende Abstimmung zwischen Ressorts- und Arbeitsgruppen im Land
    • Wer macht was?
  • Rechtliche Rahmenbedingungen müssen angepasst werden, in Bezug auf
    • Datenschutz (Daten der Bürger für unterschiedliche Sachverhalte/Verfahren)
  • Schriftformerfordernis und Pflicht zu persönlichem Erscheinen abschaffen! Es sind ca. 3.111 Schriftformerfordernisse festgestellt davon aber nur 3% entbehrlich, 17% ersetzbar allerdings sind 80% unverzichtbar.
    • Wir reden von Digitalisierung aber 80% dieser Leistungen erfordern ein „gedrucktes“ Dokument oder persönliches Erscheinen?

Info: Die Landesregierung hat eine Digitalstrategie bzw. ein Arbeitspapier entworfen: www.digitalstrategie.nrw

Technisch Grundlagen – Portalverbund und technische Komponenten.

Lars Hoppmann, Stellv. Geschäftsführer des Kommunalen Rechenzentrums Minden- Ravensberg/Lippe

  • DMS ist zwingend erforderlich

Modellregion Paderborn

Thomas Kloppenburg, Haupt- und Personalamt der Stadt Paderborn

  • Paderborn hat einen großen Steuerkreis aus Experten um das Thema Digitalisierung voranzutreiben und abzuarbeiten
  • Hat bereits mehrere „nutzen-bringende“ Projekte umgesetzt
  • Sichtbarkeit, Transparenz und Einbeziehung aller beteiligten ist Grundvoraussetzung
  • Webseite zur Digitalisierung in Paderborn: digitale-heimat-pb.de

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